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Kinderzeche Dinkelsbühl

Die Kinderzeche in Dinkelsbühl ist ein Kinder- und Heimatfest, das auf ein im 17. Jahrhundert erstmals ur­kund­lich erwähntes Schulfest zurück­geht. In dem, seit 1897 auf­geführten Fest­spiel wird eine lokale Sage nach­ge­spielt, nach der im Dreißigjährigen Krieg Dinkelsbühler Kinder die Stadt vor den Schweden gerettet haben sollen. Sie steht im Zusammenhang mit der Belagerung der Stadt im Jahre 1632. Seit dem Jahr 2016 befindet sich das Fest auf der Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland.

Das historische Festspiel lässt unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern der Klassen eins bis acht aller Dinkelsbühler Schulen und von weiteren 1100 Aktiven die Ge­schichte der Stadt lebendig werden.

Die Kinderzeche findet jährlich an den Wochenenden um den dritten Montag im Juli statt. Das Festspiel wird insgesamt sieben Mal aufge­führt. An beiden Sonntagen sowie am Montag schließt sich dem ein Fest­zug an, an dem historische Grup­pen und Schulklassen der Jahr­gangsstufen eins bis acht teil­neh­men. Um dem Ursprung des Festes als Kinderfest Rechnung zu tragen, werden am Dienstag alle teilneh­menden Kinder mit der soge­nannten Dinkelsbühler Kinderzech-Gucke, einer mit Süßigkeiten gefüllten Tüte, beschenkt.

Außerdem werden an mehreren Tagen historische Kinder- und Reigentänze aufgeführt. Um all dies zu organisieren, begin­nen in der Regel jedes Jahr um Ostern Proben und Vorbereitungen für das Fest.

Dinkelsbühl ist eine Stadt der Parität. Diese wurde der Stadt im West­fä­lischen Frieden zugestanden. Sie stellte damit eine absolute Beson­der­heit im Alten Reich dar, das bis 1806 existierte. Die Parität bedeutete die gleichberechtigte Teilhabe an den innerstädtischen Entscheidungs­pro­zessen für beide Konfessionen. Für die Protestanten der Stadt war das ein großer Erfolg, da sie, trotz ihrer zahlenmäßig deutlichen Über­zahl bis 1648 nur wenig, in der ers­ten Hälfte des 17. Jahrhunderts dann kein Mitspracherecht im Stadt­magistrat gehabt hatten.

Durch die Historisierung der Kinder­zeche in der Zeit um 1897 und der damit verbun­denen Schaf­fung des historischen Festspiels wurde den im Glauben tief gespal­tenen Bürgern die Möglichkeit er­­öffnet, ohne Rücksicht auf Konfes­sionen, gemeinsam die Geschichte der Stadt im Rahmen eines Heimat­festes zu feiern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kinderzeche Dinkelsbühl.

Hier können Sie online Karten für das Festspiel erwerben.

Kinderlore mit Kinderzug
Kinderlore mit Kinderzug
Kleiner Obrist
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